Spätestens mit seiner Live aus der Leere-EP hatte mich Goldroger damals von sich überzeugt. Seine markante, vielleicht für manch einen etwas gewöhnungsbedürftige Stimme, gepaart mit schönen Gitarrenriffs und wirklich klugen Texten – all das fernab vom Hip-Hop Mainstream, wie er in der Szene momentan gelebt wird. Was damals für Goldrogers Musik schon galt, trifft auf sein neustes Werk recht gut zu.

Ganze drei Jahre hatte sich Goldie Zeit genommen, um an neuer Musik zu werkeln. Mit Diskman Antishock veröffentlicht Goldroger nun den ersten Teil des Avrakadavra-Nachfolgers. Teil 2 folgt dann im April 2020.

Den E-Gitarren in seinen Beats ist Goldroger treu geblieben. Ehrliche, ungeschminkte Texte waren auf Goldroger-Alben immer schon ein Thema, jedoch klingt das neue Album noch etwas erwachsener und selbstkritischer, als es seine Musik vor drei Jahren noch tat.

Produziert wurde die Platte, wie schon der Vorgänger, vom Producer-Duo Dienst&Schulter, denen man an dieser Stelle durchaus ein großes Lob für die toll produzierten Tracks aussprechen kann.

Die Texte sind teils etwas undurchsichtig und laden genau deswegen zum Nachdenken und selber Dinge hineininterpretieren ein. Oft habe ich mich dabei erwischt, mich selbst im Gesagten wieder zu erkennen. Goldroger lässt auf diese Platte viele Dinge Revue passieren, rappt über Selbstfindung und das Loslassen.

Mein Lieblingssong auf Diskman Antishock ist übrigens Speedball Drive, der mich textlich, aber vor allem auch musikalisch komplett überzeugt.

Wie lautet also nun mein Fazit zum Album? Auf jeden Fall hat sich das Warten auf neue Musik von Goldroger gelohnt. Sieben starke Tracks, die Lust auf mehr machen. Genau deshalb freue ich mich jetzt schon auf Teil 2 des Albums; und natürlich auch aufs Konzert im ISC in Bern im Dezember.

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