Seit ungefähr 2 Jahren verfolge ich nun schon die dunkelschwarze Kapelle, welche sich Zeal & Ardor (dt. Eifer und Eifer) nennt. Heimisch in Basel macht die sechsköpfige Band irgendwas zwischen Black Metal und Gospel, gepaart mit einer Prise Satanismus. Am 30. November durfte ich sie endlich im Konzerthaus Schüür in Luzern live erleben.

Den Auftakt des Konzert wird von Asbest gemacht. Das ebenfalls aus Basel stammende Trio macht schweren Gitarrensound, der durch die Backing-Vocals der Bassistin einen leicht beklemmenden Touch bekommt.

Die Luft knistert, als die Lichter löschen und sich schwarze Kutten auf die Bühne schleichen.
“Burn the young boy, burn him good” sind die ersten Zeilen, die uns entgegen fliegen.
Gitarren brettern auf klaren Gesang ein und verwandelt den Dachstock der Schüür in ein tobendes Höllenfeuer.

Dass die Bassistin fehlt, bemerken die wenigstens und spätestens beim 6. Song, Blood in the River, hat auch der letzte im Saal verstanden, dass Zeal & Ardor eine Erfahrung und kein gewöhnliches Konzert ist.
Als wäre etwas, dass tief in jedem schlummert, hervor gekrochen, liefert die Band eine beinahe perfekte Performance ab.

Der Frontmann schlägt auf seine Gitarre und versinkt in seinen Texten, bis es kracht.
Das, was von der Gitarre noch übrig ist, liegt auf dem Boden und nach einer kurzen Pause welche uns mit Geplänkel einer Spieluhr versüsst wird geht es mit Ersatzgitarre weiter. Die ist leider nicht schwarz, funktioniert aber genau so gut.

Es wird Latein geschrien und Köpfe geschüttelt. Füsse stampfen. Das Publikum hinter den ersten Reihen war nicht so bewegt. Ich kann verstehen, dass Black Metal vielleicht nicht DIE Tanzmusik ist, aber mit verschränkten Armen da zu stehen ist schon fast unmöglich, wenn so jemand wie Zeal & Ardor auf der Bühne steht…

Zum Schluss spielen sie auch noch mein Liebling Baphomet, gewidmet dem dunklen Herrn selbst. Ist dieses Lied das perfekte Ende um die Höllentore zu schliessen.

Nach zwei Studio- und einem Live-Album bin ich nun sehr gespannt und hoffe auf mehr Musik von Manuel und seiner Band!

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