Wenn man an Yann Tiersen denkt, kommt man an Die Fabelhafte Welt der Amélie nicht vorbei.
Und genau dort bin auch ich auf den französischen Komponisten gestossen. Falls er dieses Review jemals liest, wird er sich wahrscheinlich darüber aufregen, dass ich ihn als Komponisten bezeichne – aber das ist er nun mal…

Auf dem Album findet man eine Vielzahl von aussergewöhnlichen Instrumenten. Sei es ein Spielzeugklavier oder ein Harmonium, die jedem “alten” Lied einen neuen Touch geben.

Portrait führt uns durch 25 neu aufgenommene Stücke, die während seiner gesamten bisherigen Schaffenzszeit entstanden sind. Auf seiner Heimatinsel Oussant in der Bretagne aufgenommen, hat er in Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Künstlern, unter anderem seiner Frau, eine Neuauflage seiner Klangwelt in Tonspuren verewigt.

Das Album fühlt sich schwer an, aber es ist nicht bedrückend. Es entführt in eine Welt, in der es so kalt ist, dass man seinen Atem sehen kann wenn man spricht. Bis man bemerkt, dass man in dieser Welt gar nicht sprechen muss: Fast alle Stücke kommen mit wenig bis gar keinen Lyrics mehr als nur gut zurecht.

Das Album kommt perfekt zum Winter und hüllt den Hörer in weiche Melancholie.
Sich ein Lieblingsstück auszusuchen ist gar nicht einfach, da jedes einzelne so viele verschiedene Facetten hat. Aber müsste ich mich entscheiden, wäre es Gwennilied.

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