Ich musste ein Wenig umdisponieren. In der letzten Ausgabe Freitagsperlen hatte ich angetönt, dass das neue Album von Circa Waves heute Album der Woche wird. Jedoch kam mir das Debüt-Album von David Keenan dazwischen; und es ist wunderschön!

All zu lange habe ich den irischen Singer-Songwriter noch nicht auf dem Radar. Erst Stellas Tipp der Single The Healing machte mich auf David Keenan aufmerksam; und ich wurde vom ersten Ton an verzaubert.

Keenan fährt nicht die 0815 Singer-Songwriter-Schiene, wie es (zu) viele Andere tun. Der Sound klingt dafür viel zu verkopft und melancholisch. Spezielle Rhythmen, sanft eingesetzte Drums und eine Stimme mit extrem hohem Wiedererkennungswert sind auf den zehn Tracks zu finden. An seinen Akzent muss man sich vielleicht einige Songs lang gewöhnen.

Die Streicher gepaart mit elektrischen Gitarren, welche auf vielen der Songs des Albums ebenfalls zu hören sind, geben dem Ganzen ein weiteres Level an Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert, die ich sonst von kaum einem Künstler bisher gekannt habe.

Beim Hören des Albums vergisst man oft, dass es sich hier um David Keenans Debütwerk handelt. Alles klingt extrem erwachsen, durchdacht und ab und zu echt verspielt. Jegliche Songs scheinen eine weite Reise hinter sich zu haben und absolut nichts wurde dem Zufall überlassen.

Ich bin echt gespannt, wie sich die musikalische Karriere des Iren fortsetzen wird und frage mich vor allem: Warum sind Künstler wie David Keenan nicht viel bekannter und erfolgreicher?

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